Was ist hier los?

Es hat sich lange nichts getan in der Einhornbucht und alte Inhalte wurden entfernt. Das Projekt ist tatsächlich komplett eingeschlafen. Hin und wieder liest man noch auf Twitter etwas von mir. Gelegentlich grüße ich, erzähle von Ereignissen aus meinem Alltag oder führe kurze Gespräche. Was ist hier los? Ehrlich gesagt weiß ich es selber nicht. Immer wieder denke ich mir, dass ich mal wieder etwas etwas starten möchte. Dabei bleibt es dann aber auch. Eigentlich möchte ich einfach mal wieder etwas machen. Ich möchte kreativ sein.

Liegt es an den Plattformen, dass man keine Lust mehr hat etwas hochzuladen? Nehmen wir als Beispiel einmal YouTube. In den Vergangenen Jahren ist es immer schwieriger geworden Zuschauer für die eigenen Videos zu finden. Einige wagemutige Veteranen kommentieren und bewerten Videos mit einem Daumen hoch. Darüber freut man sich selbstverständlich sehr. Es gibt aber auch die andere Sorte von Kommentaren, in denen man beleidigt wird, in denen einem sogar der Tod gewünscht wird, oder die einfach nur Spam sind. Die neuen Richtlinien für Videoproduzenten führen dazu, dass Videos demonetarisiert oder sogar gesperrt werden, ohne ersichtlichen Grund. Aufgrund der Umstellung Anfang 2017 habe ich die Monetarisierungsfunktion auf meinem Kanal wieder verloren. Der Algorithmus macht anscheinend was er will. Dass die hochgeladenen Videos an die Abonnenten des eigenen Kanals verteilt werden ist schon lange nicht mehr selbstverständlich. Ich erlebe es als Abonnent sogar selber, dass Videos von den Kanälen, die ich verfolge, nicht in meinem Abo-Feed angezeigt werden. Wenn man sich aktuell noch die Trend-Seite anschaut stellt man fest, dass Spammer die Trends manipulieren können um ihre eigenen Videos bis auf Platz 1 in den Trends zu bringen. Schon vor einigen Jahren haben einige Videoproduzenten aufgehört. Ich weiß nicht wieviele von den alten Kanälen gestorben sind. Das ist eigentlich schade. Es ebnet den Weg für weiteren Unmut und eine gefühlte Einsamkeit auf der Plattform. Letztendlich kann man - besser gesagt muss man sich die Frage stellen: Wofür möchte ich das eigentlich machen? Ist es von YouTube eventuell gewollt, dass kreative und sehr engagierte Videoproduzenten aufgeben? Ist es gewollt, dass große, erfolgreiche Kanäle ihren Betrieb nicht mehr finanzieren können?

Wenn ich wieder Videos produziere und auf YouTube veröffentliche, dann auf jeden Fall für Menschen, die sich meine Videos gerne ansehen und als Hobby, um mich kreativ austoben zu können. Unabhängig von der Plattform, auf der die Videos bereitgestellt werden.

Der Trend geht auch deutlich weg von Video und hin zu Livestreams, was wieder neue Problematiken aufwirft. Besonders in Nordrhein-Westfalen muss man damit rechnen Post von der Landesmedienanstalt zu bekommen. Auch kleine Streamer werden aufgefordert sich eine Sendelizenz zu besorgen. Das ist bürokratischer Aufwand für den Streamer und kostet viel Geld. So hat man, bis die Rechtslage eindeutig geklärt ist, doch immer ein schlechtes Gefühl bei der Sache.

Wie es mit der Einhornbucht weitergeht wird die Zeit zeigen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


Veröffentlicht am 19. November 2017 | Kategorie: Gedankenarchiv